Einen Schritt weiter in Richtung Pop bewegt sich auch Lyambiko auf „Love ...and then?“. Das beweist schon der Eröffnungstrack „Give it up“, dem man ein gewisses Hitpotential allerdings nicht absprechen darf. Unüberhörbar ist aber ebenso, dass Lyambiko viel an ihrer Stimme gearbeitet hat, und auch der Sound ihrer immer noch unveränderten Band hat sich durch den Einsatz von Keyboards und eines Fender Rhodes hörbar verändert.
Lyambiko
- "Love...and then?"
Auch servieren die vier Musiker viel neues Material und nur wenige Standards. Swingende Eleganz durchzieht die fünfzehn Titel von "Love ...and then?", und Lyambiko lässt hier ihr doch relativ schwaches drittes Album fast vergessen. Aber der Hang zur eingängigen Melodie erstickt leider auch den Mut zum Risiko, der zumindest in den Anfangsjahren den Sound dieses Quartetts entscheidend vorantrieb.
Netter Bar Jazz zum abendlichen Cocktail, aber wer einmal die Möglichkeit hatte, Lyambiko in einer nachmitternächtlichen Jam Session zu erleben, erst der kann nachvollziehen, welche Power in dieser kleinen Person steckt, und welches stimmliche Potential sie uns auch hier leider größtenteils vorenthält!
Hermann Mennenga
CD: Lyambiko - "Love...and then?" (Sony BMG)
Lyambiko im Internet: www.lyambiko.de
Sony BMG im Internet: www.sonybmg.de
Cover: n.n.