Batoru - "Tree of Sounds"
Sie ist ohne weiteres als ungewöhnlich zu bezeichen - die Musik der Band "Batoru". Die - in erster Linie - vom Gründungsmitglied Dirk Strakhof geschriebenen Kompositionen sind genau auf die Spieler und deren Instrumente zugeschnitten. Und da es sich um eine absolut seltene - um nicht zu sagen bisher einzigartige - Instrumentenkombination handelt, ist eben das Ergebnis ungewöhnlich. Und schön!
Batoru
- "Tree of Sounds"
Der "Ethno-Scatgesang" von Michael Schiefel, teils elekronisch inszeniert, tritt in Kommunikation mit der Tupan, der bulgarischen Rahmentrommel. Diese wiederum wird meisterhaft von Stoyan Yankoulov gespielt, der es versteht, sich akzentuiert und als Percussionspieler oft treibend, in den Gesamtkontext einzubringen. Peter Ralchev (acc) - Yankoulovs langjähriger Duopartner - ergänzt wiederum einen Großteil der Songs um eine folkloristische, allerdings absolut nicht "altbackene" Komponente. Fehlt noch Franz Bauers einfühlsamer, manchmal auch kräftiger Einsatz an Vibra- und Marimbaphon. - Und nicht zu vergessen: Dirk Strakhof, der sein Baßspiel eher wie eine Gitarre mit Melodielinien versieht.
Tree of Sounds, das sind Weltmusikstücke, die sich irgendwo zwischen Bulgarien, Deutschland und Fantasien bewegen. Der Einsatz von elektronischen Effekten wird nicht gescheut und wirkt sich als Bereicherung aus. - Eine gelungene CD und eine Band, von der noch vieles erwartet werden darf.
Carina Prange
CD: Batoru - "Tree of Sounds" (Nabel 4685)
Nabel-Records im Internet: www.jazzrecords.com/nabel
Cover: Dirk Strakhof (Foto) / Nabel (Design)