Historisch hochinteressant portraitiert die CD die Geburtsstunde des Afro-Beats in der Mitte der 60er Jahre. Eine Schlüsselfigur jener Zeit war Hugh Masekela, der hier sowohl als Trompeter zu hören ist, als auch bei all diesen, bislang meist unveröffentlichten Stücken als Produzent im Hintergrund wirkte.
Hugh
Masekela - "The Chisa Years 1965-1975"
Der Opener "Afro Beat Blues" (Ojah) stammt von 1975 und kann als prototypisch für den damals schon ausdefinierten Stil angesehen werden. Repräsentativ für die CD ist das Stück hingegen nicht teilweise sehr traditionell afrikanisch zeigen sich weitere Songs, wie "Amo Sakese" (Baranta) oder die Vokalstücke "Joala" und "Za Labalaba" (The Zulus).
Herausragend die Sängerin Letta Mbulu, die nicht nur (auf "Mahlalela") wie eine afrikanische Version von Björk klingt, sondern in ihrer Backing Band die gesamte Crusaders Mannschaft versammelt (damals bei Chisa unter Vertrag), verstärkt durch Masekela selbst. Die andere starke Stimme ist die von Miatta Fahinbulleh auf "Ahvuomo" zeigt sie diese inmitten von brillant gesetzten Call & Response Chorgesängen, perlenden Gitarren und puckerndem Bass. Ein weiteres Highlight der CD stellt ihr, sich durchaus auch an ein potentielles, weißes Publikum richtende, "Witch Doctor" dar.
Insgesamt findet man auf "The Chisa Years" eine Serie sehr schöner, bislang verschollener Stücke, die nicht nur für Sammler interessant sind die größtenteils hervorragende Aufnahmequalität erfreut auch die Ohren.
Frank Bongers
CD: Hugh Masekela - "The Chisa Years 1965-1975"
(BBE Records BBECD069)
BBE Records im Internet: www.bbemusic.com
Cover: www.jakedragons.com